Internetkrieg um neues Ungdomshus

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Mit der veröffentlichung einer neuen Adresse für ein kommendes Ungdomshus in Kopenhagen ist der Internetkrieg zwischen Anhängern und Widerständlern wieder aufgeflammt. Montag beziehen die Aktivisten formell Stellung zum Vorschlag Dortheavej.

übersetzt von modkraft.dk

Ja oder nein zu einem Ungdomshus im Dortheavej? Das sind die 2 Fragen in noch einer Abstimmung im Internet, welche helfen soll einen Eindruck zu kriegen ob es in Kopenhagens Nordwestviertel Unterstüzung für den Vorschlag der Stadt Kopenhagen in der Saga um ein neues Ungdomshus.

Nicht sehr überraschend ist, dass hinter der Abstimmung der konservativew Bürgerrepräsentationskanditat Rasmus Jarlov steht. Jarlov hat es sich zusammen mit dem Parteigenossen Jakob Næsager zur Aufgabe gemacht zu verhindern, dass Kopenhagen Erstattung für das geräumte Ungdomshus bekommt.

Dortheavej in Kopenhagens Noedwestviertel hat bereits früher kurzweilig das Ungdomshus behaust. Damals war es das Grundstück mit der nummer 63, welche im Januar 2007 von dem Verein Flere Fristeder (Mehr Freiräume) besetzt worden war. Archivfoto: Hans Jørgensen/Nathue.dk


Die zwei konservativen Streithähne standen in der Spitze der sogenannten Nachbarnkampagnen gegen ein neues Ungdomshus sowohl in der Grøndalsvænge, Frederikssundsvejens Skole, Bavnehøj und jetzt Dortheavej – obwohl Rasmus Jarlov mehrere Kilometer von den betreffenden Nordwestviertel-Adressen entfernt wohnt, während Jakob Næsager ein gutes Stück weit draussen in Amager wohnt.
Rasmus Jarlov zufolge soll die Abstimmung beweisen, dass der Widerstand gegen ein Ungdomshus im Dortheavej mindestens genau so groß ist, wie es bei der Frederikssundsvejens Skole war. Und sollte man das aktuelle Abstimmungsresultat ernst nehmen, hat Jarlov klare Unterstützung für seine Sicht der Dinge. Zur Zeit haben 1.367 Bürger mit der PLZ 2400 NV nein gesagt, während nur 441 auf den Ja-Knopf gedrückt haben.
Das Resultat kann aber nur mit den selben Vorbehalten gewertet werden, die bei jeder Abstimmung im Internet gelten, und den faktum dass ein erklärter Gegner der Ungdomshus-Idee die Abstimmung kontrolliert.
Das Kulturhaus fühlt sich betrogen

Ganz lokal sieht es so aus, als währe die Freude für ein neues Ungdomshus im Dortheavej überschaubar. Einem Interview in der Politiken zufolge fühlen sich sowohl die Leitung als auch die Benutzer des Kulturhauses, welches für ein neues Ungdomhus weichen soll von der Stadt betrogen. Sie meinen nämlich nicht, dass es in der Abmachung einging, dass der Saal auch an die Benutzer des Ungdomhusets geht.

– Dass wir den Saal auch abgeben sollten merkten wir erst am 1. April, als die Stadt den Beschluss der Öffentlichkeit vorlegte. Wir fühlen uns betrogen, und hätten wir gewusst, dass der Saal auch im Spiel war, hätten wir den Dialog mit der Stadt um die Sache nie begonnen. Denn was ist ein Kulturhaus denn ohne Saal, sagte die souscheffin des Kulturhauses, Lone Raffel, zu Politiken.
Jesper Christensen, dem Gruppenvorsteher der Sozialdemokraten im Rathaus Kopenhagen, ist der Plan, dass die Aktivitäten, die Platz machen müssen für das Ungdomshus, auf eine Reihe anderer Adressen im Lokalgebiet verteilt werden sollen. Doch einem Benutzer des Kulturhauses zufolge würde dies auf Kosten der Synergie gehen, die zwischen den 19 verschiedenen Aktivitätsgruppen besteht.
Immer noch kein ja von den Ungdomshusaktivisten

Vorläufig haben Nachrichtenmedien die Pläne um ein Ungdomshus im Dortheavej als eine Absprache zwischen den Parteien referriert – den Sozialdemokraten, Die Radikalen und SF – und Aktivisten von der Ungdomshusbewegung.

Doch in wirklichekeit haben die Aktivisten noch nicht offiziell Ja zum Plan gesagt, obwohl die geplante Belagerung des Rathauses am 3. April mit Hinweis auf die seriösität des Dortheavej-Plans abgesagt wurde.

Der Webseite der Ungdomshusbewegung zufolge fehlt jedoch immer noch eine formelle Erlaubnis von der höchsten Stelle der Bewegung, dem wöchentlichen Montagstreffen.

Aus dem Kalender geht auch hervor, dass die Donnerstagsdemonstrationen für ein neues Ungdomshus mindestens bis zum 17. April fortgesetzt werden, wo die Donnerstagsdemo #60 seit der Räumung des Jagtvej 69 statt findet.

Af hjemmesidens kalender fremgår det da også, at de ugentlige Torsdagsdemonstrationer for et nyt ungdomshus fortsætter som minimum til og med den 17. april, hvor Torsdagsdemo #60 siden rydningen af Jagtvej 69 finder sted.

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