Anklagen fallengelassen – neues Ungdomshus in Arhus

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26 Demonstranten, die am ersten März verhaftet worden waren, wurden nun vom Stadtgericht freigesprochen. 250 weitere kleinere Anklagen wurden fallengelassen.
Eine der interessantesten Gerichtsfälle kam vom ersten März heraus – gegen 26 Demonstranten und Umstehende, die während der großen Demonstration am Nachmittag festgenommen worden waren.
Die 26 wurden der „Unterstützung zum Gewaltaufruf gegen die Polizei“ angeklagt; und das einfach nur, weil sie bei der Demo dabei waren.
Die Verteidigung argumentierte, das die Demonstranten keine Möglichkeit hatten, die Demonstration zu verlassen, weil die Polizei sie zurück zu den Polizeiblockaden drängte.
Vor einigen Tagen wurden die 26, darunter ein 70jähriger pensionierter Arzt und ein Journalist, vom Stadtgericht freigesprochen.
Der Freispruch wurde vom Staatsanwalt in einer sehr ungewöhnlichen Form ausgesprochen – der vorsitzende Richter verließ mit Hinweis auf die Nichtigkeit des Falles wütend das Gericht.
Kommentatoren nannten den Fall eine spektakuläre Niederlage des Staatsanwalts, und einige der Verteidiger verlangten eine Untersuchung wegen des Verdachts der Falschinformationen, die von der Polizei in der Verhandlung als Beweise vorgelegt wurden.
Ansonsten wurden 250 kleinere Anklagen gegen Aktivisten, wie zum Beispiel Ruhestörung, vom Büro des Staatsanwaltes mit der Begründung fallengelassen, man wäre wegen der Masse der Ungdomshuset-Anklagen extrem überlastet.

Die letzten 5 Jahre lang hatte „Foreningen For Flere Fristeder“ („Vereinigung für mehr Freiräume“) bei der Stadtverwaltung in Arhus mit verschiedenen Aktionen um das Recht auf ein autonomes Ungdomshus gekämpft.
Am Freitag, dem 14. März wurde das Haus eröffnet. Nun hat die Vereinigung die Erlaubnis der Verwaltung, Teile eines alten Kulturhauses für acht Monate zu mieten, nachdem sie die Räume wieder verlassen mussten.
Nach Worten eines örtlichen Aktivisten sollte sich die Verwaltung auf ein böses Erwachen vorbereiten, falls sie glaube, das die Aktivisten nach acht Monaten, in denen sie einen funktionierenden autonomen Freiraum geschaffen haben, das Haus einfach so friedlich verlassen würden.

Die Eröffnungsparty, mit allem von Punk über Drum und Bass, sollte auch auf die ansteigende Zahl von Nazi-Angriffen in Arhus aufmerksam machen und die Party war ein großer Erfolg.

Übersetzt von: http://english.indymedia.dk/publish/show/156
Übersetzt von: http://english.indymedia.dk/publish/show/157

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