Gewaltätige Festnahmen waren okay

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Die Polizei hat sich im Rahmen des Gesetzes während den Festnahmen bei der Kirche des Faderhustes in Rødovre gehalten, sagt der Staatsanwalt. Ein einzelner Beamter wird kritisiert.

Obwohl die Polizeibeamten im November Knüppel gegen die Ungdomshusaktivisten anwendete, welche Sachbeschädigung an dem Gebäude der christlichen freikirche Faderhuset ausübten, gibt es keinen Grund Polizisten anzuklagen.

Das schrieb der Staatsanwalt in einer Entscheidung über die Sache, welche er aus eigener Initiative aufnahm, nachdem die Medien Bilder von den Gewalttätigen Festnahmen brachten.

<strong>Kräfte zehrend an den Haaren gezogen zu werden</strong>
Nach den Festnahmen wurde die Polizei unter anderem von Amnesty International für ihre harte Handhabung kritisiert. Aber alles, was die Polizei tat, war innerhalb der Befugnisse der Polizei die vom Gesetz gestattet sind, konkludiert der Staatsanwalt.

Trotzdem wählt der Staatsanwalt, einen einzelnen Beamten zu kritisieren, welcher ein junges Mädchen an den Haaren zog um sie zu den anderen Demonstranten zu kriegen.

Nach der Abschätzung des Staatsanwaltes hätte der Polizist das Mädchen auch zu den anderen Demonstranten bewegt haben können ohne sie an den Haaren zu ziehen.

„Die Handlung des Polizeibeamten muss meiner Meinung nach als Kräfte zehrend charakterisiert werden“, schreibt der Staatsanwaltassessor Henrik Plæhn in der Entscheidung.

Der Beamte, der dem Mädchen in den Haaren zog, hat dem Staatsanwalt erklärt, dass das Mädchen ihr laufend aufgefallen ist, und „sehr aggresiv wirkte“.

<strong>Unwahrscheinliche Erklärung des Beamten</strong>
Zu einem Zeitpunkt merkte der Polizist das Mädchen an seinem Rücken war, und er fasste es so auf, dass sie auf den weg zu einigen von den Polizisten war. Das brachte den Polizisten dazu sie zu der Gruppe von Festgenommenen zurück zu ziehen. Dem Beamten zufolge versuchte er das Mädchen an ihrer Kapuze zu erwischen, aber griff offenbar in die Haare.

Der Beamte schätzte, das es nicht gefährlich gewesen wäre sie an der Kapuze zu ziehen, und er meinte nicht, dass er die Möglichkeit gehabt hätte sie am Arm oder der Schulter zu halten.

Das Mädchen selbst sagte zum Staatsanwalt, dass es bestimmt nicht schön war an den Haaren gerissen zu werden, und sie empfand es als schmerzhaft. Im übrigen sagte sie, dass sie all ihr Haar über der Kapuze hatte und dass sie nicht glaubt, dass der Beamte es auf ihre Kapuze abziehlte.

Das selbe schätzte der Staatsanwalt, welcher, nachdem er die Videoaufnahmen (link unten) der Begebenheit gesehen hatte, es auch nicht so sah, dass der Beamte keine anderen Methoden benutzen konnte um das Mädchen zu bewegen.

Die Polizisten, welche die Festnahmen vornahmen, kamen alle von der Bereitschaftsabteilung der Kopenhagener Polizei, und alle haben erklärt, dass es sehr chaotisch vor Ort war, und dass die Stimmung gegen die Polizei aufgeheizt war, und zu wenig Polizisten vor Ort waren.

<strong>Knüppelschläge auf Demonstranten waren ok</strong>
Insgesamt sind 4 Polizisten untersucht worden. Mehrere der Polizisten waren der Entscheidung des Staatsanwalts zufolge bei Festnahmen dabei, die „unmittelbar sehr gewalttätig aussahen“, aber die Schläge waren berechtigt, schreibt der Staatsanwalt.

Unter andere war es berechtigt, als die Beamten die festgenommenen Demonstranten ehrere male auf die Arme schlug, während sie in einer langen Reihe auf dem Boden saßen – auch bekannt als „futtog“ – weil die schläge fielen, weil die Beamten es so auffassten, dass die Demonstranten versuchten frei zu kommen oder nach den anderen Beamten schlugen.

Es wird auch nicht kritisiert, dass ein Beamter eine Festgenommene am Hals hielt, als er sie zu Boden zwang, weil nicht bewiesen werden kann, dass der Polizist der Demonstrantin den Hals gedrückt oder geklemmt hat.

Der Staatsanwalt stellt die Nachforschung der Sache jetzt ein. Was mit dem Polizisten passieren soll, der kritisiert wurde, hat die Reichspolizei zu entscheiden.

http://youtube.com/watch?v=LnPlIdTDYAk

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2 Antworten to “Gewaltätige Festnahmen waren okay”

  1. Desillusionierter Zyniker Says:

    Ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte! Da fragt man sich, was da noch gegen die Methoden von Putin und seinen Schergen einzuwenden ist. Die Antwort: Russland hat noch nicht den freiheitlich demokratischen „Persilschein“. In Ländern mit einem solchen „Persilschein“ darf die Polizei offensichtlich alles und es findet sich immer eine Rechtfertigung und sei sie noch so „an den Haaren herbeigezogen“ oder noch so abstrus herbeigebogen. Aber solange die freiheitlichen Staaten ihre Polizisten nicht ein bisschen an die Kette legen, dürfen sich die Jungs und Mädels in Uniform nicht wundern, wenn sie bei freigeistigen Menschen so beliebt sind wie Neurodermitis und Fußpilz.

  2. one struggle one fight Says:

    Demo am 8.12.07 in Berlin für autonome Freiräume und Selbstorganisation!

    kommt zahlreich!

    Rigaer Strasse, Köpi bleibt,
    one struggle, one fight

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