Staatsanwalt stellt Ungdomshus-Sache ein

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Die Polizei versprach eine Untersuchung von der Räumung des Ungdomshusets, da politiken.dk dokumentieren konnte, dass die Polizei über die Länge und Gewalttätigkeit der Aktion falsch informierten.

Der Staatsanwalt wird keine Untersuchung von der Räumung des Ungdomshusets durchführen.

Dafür gibt es nämlich der Polizei zu folge keine Grundlage.

Die Entscheidung fällt, obwohl politiken.dk im April beweisen konnte, dass die Polizei über mehrere wesentliche Verhältnisse bei der Räumung fehlinformierte. Die Polizei sagte, dass die Räumung fünf Minutten dauerte, es dauerte jedoch eher 40-50 Minutten.

Ein Bewustloser Aktivist musste aus dem Haus getragen werden, der Polizei zufolge hatte er allergisch auf das Tränengas reagiert hat, dem Krankenhausbericht zufolge – von welchem politiken.dk eine Kopie hat – hatte er ein Schädeltrauma, angeblich von Knüppelschlägen.

Sie brauchten drinnen gefähliches Gas
Die Polizei musste auch zugebe, dass sie große Mengen Tränengas drinnen benutzt hätten. CN-gas kan einem EU-Bericht zufolge bleibende Schäden auf Augen und Lungen geben, wenn das Gas nicht wegziehen kann.

Mehrere Quellen gaben in einem Artikel auf politiken.dk ihren Namen für ihre Augenzeugenberichte von der Räumung des Ungdomshusets und erzählten unter anderem, dass die Polizei nach ihrer Festnahme ihre Gasmasken abnahmen und sie mit auf dem Rücken verbundenen Händen zwangen, in einem kleinen von Tränengas gefüllten Kellerraum zu sitzen. Einer von ihnen war ein Journalist auf Arbeit.

Nachdem er mit den Informationen konfrontiert wurde, erkannte der Chefpolizeiinspektor Per Larsen von der Polizei Kopenhagen, dass die Aktionsgruppe der Polizei „extrem hart und direkt an die Sache gegangen ist“ und viel Tränengas gebraucht hatte.

Der Polizeichef fügte hinzu, dass die Räumung „eine nähere Untersuchung erfordert, das ist wirklich gegeben. Wir müssen hierüber im klaren sein“.

Kein Grund für zum Untersuchen
Für die Untersuchung sollte der Staatsanwalt stehen, meinte Per Larsen auf der Vorderseite in der Politiken und versprach schnellst möglich Kontakt aufzunehmen. Aber seitdem ist nichts passiert.

Der Staatsanwalt meinte nämlich, dass es nicht genug Gründe gibt, der Sache nachzugehen, trotz Beschuldigungen von genannten Quellen über übertriebenen Gebrauch von Machtmitteln, bewiesener Fehlinformationen von seiten der Polizei und einem Krankenhausbericht, der zeigt, dass ein Aktivist bewusstlos rausgetragen werden musste, aufgrund eines Schaden am Kopf.

„Die Polizei hat uns nicht gebeten dies zu untersuchen, aber uns aufgefordert selber zu entscheiden. Und wir haben es gesamt gesehen so eingeschätzt, dass es keine Informationen im Artikel gibt, welche eine Grundlage dafür geben, dass wir aus eigener Kraft eine Untersuchung der Räumung in gang setzen sollten“, sagt die Vizestaatsanwältin Birit Gammelgaard, welche darauf hindeutet das der Staatsanwalt in der Untersuchung Informationen von der Polizei eingeholt hat.

Schädeltrauma kein Untersuchungsgrund
Auch nicht die Information über einen Aktivisten, welcher mit einem Schädeltrauma bewusstlos aus dem Haus getragen wurde und dem Krankenhausbericht einen Schock erlitt, ist genug für den Staatsanwalt die Sache zu untersuchen.

Auch obwohl die Polizei nachfolgend sagte, dass er aufgrund einer allergischen Reaktion bewusstlos wurde.

„Wir haben einfach keine Grundlage um zu sagen, dass es die Schuld von unrechtmässige Machtanwendung von Seiten der Polizei“, sagt Birgit Gammelgaard, welche sich daran hängt, das der Aktivist ein paar Stunden nachdem er ins Krankenhaus kam wieder entlassen wurde.

Das Bureau des Staatsanwalts hat den Krankenhausbericht nicht gesehen, wo das Schädeltrauma und der Systemschock diagnostiziert wurden, bevor sie die Untersuchung abschlossen.

Die Räumung des Ungdomshusets am Jagtvej 69 war am 1. März diesen Jahres, und wurde von der Anti-Terror Gruppe der Polizei mit Hilfe des Militärs durchgeführt. Davor hatten die Aktivisten behauptet, dass das Haus viel stärker befestigt war, als es in Wirklichkeit war.

übersetzt von politiken.dk

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5 Antworten to “Staatsanwalt stellt Ungdomshus-Sache ein”

  1. knüppelsuppe Says:

    vielen dank für deine übersetzungen!
    ich freue mich jedes mal artikel auf dieser seite zu lesen.
    🙂

  2. singuia Says:

    ich machs ja nich allein… Unter dem Titel steht immer der Autor 😉

  3. knüppelsuppe Says:

    was ist eigentlich aus dem treffen mit der bürgermeisterin am freitag geworden? steht dazu was auf modkraft?

  4. singuia Says:

    nich auf modkraft, aber auf politiken, kommt gleich was

  5. kris Says:

    unglaublich diese Nachricht macht mich echt sauer.es kann doch nicht möglich sein, dass man da nix machen kann!soll der verletzte aktivist sich vielleicht selbst oder gar seine leute ihn verletzt haben?so eine typische scheiße, zuerst mist machen und dann alles dafür tun das es schnell unter den teppich gekehrt wird und die öffentlichkeit so wenig wie möglich davon mitkriegt und wenn doch was ungewolltet durchsickert dafür sorgen,dass das ganze in vergessenheit gerät zum kotzen ! ! !

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