Tausende auf Donnerstags-Demo und Konzert

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5-6.000 Menschen sammelten sich auf dem Blågårds Plads, als der Weltstar Manu Chao zu der 34. Donnerstagsdemo seit der Räumung des Ungdomshusets gespielt hat. Danach endete eine friedliche Demonstration mit Knüppelsuppe.

übersetzt von zora und singuia


»Der Kampf geht weiter« lautete die Aufforderung von dem Anziehungspunkt, der Donnerstag Nachmittag bis zu 6.000 Menschen auf den Blågårds Plads zog, wo jeden Donnerstag seit der Räumung des Ungdomshusets am Jagtvej 69 eine Demonstration für ein neues Haus statt fand.
Der Anziehungspunkt hieß Manu Chao, und die Aufforderung traf traf auf fruchtbaren Boden an einem Herbsttag mit hoch stehender Sonne. Denn obwohl es sehr kalt war, dampfte der Platz durch Körperwärme und guter Energie, und dem Duft vom Rauch von verbotenen Gewürzen welcher sich durch die Menschenmenge zog.

Den ganzen Tag gab es Gerüchte und fragen darüber gegeben, in wieweit es wahr ist, das der Weltstar, der einen großen Platz in den Herzen der Linken hat, wirklich zu einer Donnerstagsdemo auftauchen wird.

Und das tat er. Der kleine große Manu Chao mit der charismatischen Stimme ging auf die Bühne und lieferte ein intensives musikalisches Erlebnis von gut einer halben Stunde. Und niemensch konnte daran zweifeln, dass sowohl der Star als auch seine engagierten Bandmitglieder Kontakt zu ihrem Publikum hatten. Besonders als er seinen Superhit Clandestino „allen Gesetzeslosen in der Stadt“ widmete.

Es wurde gesprungen, gewinkt, getanzt und gesungen auf dem vollgestopften Platz, und rundherum hingen die Leute aus den Fenstern, kletterten auf Container und andere Sachen und summten herum in den Seitenstrassen.

Die Polizei schlug zu
Als das Konzert vorbei war ging ca. die Hälfte der Anwesenden in der Demonstration zum St. Hans Torv. Nach dem Ende der Demonstration wählte die Polizei, den Platz von den restlichen Demonstranten zu räumen.

Laut dem diensthabenden Wachtleiter der Kopenhagener Polizei schritt die Polizei ein, als erste Flaschen gegen Beamte geworfen wurden.

DemonstrantInnen mit denen modkraft.dk gesprochen hatte, erzählen jedoch dass nachdem die Demonstartion zu Ende gewesen sei, noch Musik gespielt worden sei und die Polizei mehrere Male dazu aufforderte dieses zu unterlassen.
Doch jedes Mal, wenn es ihnen gelang die Musik auszustellen, wurde kurzerhand wieder aufgedreht. Und plötzlich wurde ohne Vorwarnung zugeschlagen.
Unter anderem wurde einem jungen Mädchen mit der Faust ins Gesicht geschlagen, so die DemonstrantInnen und Presseleute, die dabei anwesend waren.

Auch die Organisation „Eltern gegen Polizeigewalt“ meinen, dass die Beamten mit unnötig heftiger Brutalität vorgingen, „… und sich entschlossen ihre Knüppel zu ziehen und unkontrollierte Stockschläge gegen die verbleibenden DemonstrantInnen verteilten, welche sich auf den Bürgersteig zurückgezogen hatten, als die offizielle Demonstration vorbei war, “ so in einer Pressemitteilung der Organisation.

Laut „Eltern gegen Polizeigewalt“ wurden einige Jugendliche verletzt, als Beamten ihnen auf den Hinterkopf schlugen und einer wurde nach einem Stockschlag mit einer Platzwunde am Kopf mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gefahren.

Eine Person, die in Gewahrsam genommen wurde, wurden Fussfesseln angelegt und mit dem Knüppel geschlagen, während die Kleidung über seinen Kopf gerutscht war, so die Organisation.

Bisher hat die Polizei ihren Einsatz zu den Auseinandersetzungen am Donnerstag nicht weiter kommentiert.

übersetzt von modkraft.dk

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