So soll unter G13 das neue Ungdomshus besetzt werden

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Als erste Medie wurde modkraft.dk in die operationellen aspekte der Aktion G13 am 6. Oktober eingeweiht, dessen Ziel es ist ein neues Ungdomshus zu schaffen indem sie ein leerstehendes Gebäude in der Grøndalsvænge Allé 13 in Kopenhagens Nordwestviertel besetzen.

– Der Plan geht darauf hinaus, dass wir am Samstag, den 6. Oktober eine große Demonstration von der Nørrebrohallen um 13:00 Uhr starten, erzählt Daniel Modkraft.dk.

Er ist einer der Aktivisten, der dabei war den Aktionsplan auszuarbeiten.

– Alle können an dieser Demonstration teilnehmen. Und wir hoffen sehr, dass so viele wie möglich kommen, auch Leute die nich direkt lust haben raus zu gehen und durch eventuelle Polizeiketten zu brechen.

– Die Leute müssen wirklich nur auftauchen, das wird lustig. Alle die ein neues Ungdomshus wünschen, oder nur Symphatie für den Gedanken, können auf ihre Art teilnehmen.

Vier Fahnenblöcke

An einem Zeitpunkt, auf der Demonstrationsrute richtung Grøndalsvænge Allé 13, sollen vier große Aktivistengruppen aus der Hauptdemo ausbrechen und den etwas konfrontativeren teil anfangen.

– Jeder dieser Blöcke hat eine Farbe und ein Banner, und jeder der Blöcke hat eine bestimmte Mission fürs übergeordnete Ziel: dass Haus einzunehmen und ein neues Ungdomshus zu gründen, erzählt er.

Daniel zufolge wird jeder dieser Bannerblöcke mehrere hundert trainierte und entschlossene Aktivisten. Ihre Missionen gehen darauf hinaus, dass sie zu einem bestimmten Ort im Gebiet vordringen sollen. Wie sie ihre Mission genau erfüllen ist jeder der Gruppen selbst überlassen, jedoch sollen alle innerhalb der Rahmen des Aktionskonzepts bleiben, welche den Gebrauch von Gewalt ausschließt.

Lars, Mitglied der Pressegruppe von G13 fügt hinzu:

– Dass, was die Bannerblöcke unterscheidet, ist besonders der Unterschied im Konfrontationsniveau.

Bereit die Polizei zu »schubsen«

Was ist das maximale Konfrontationsniveau, welche in der Aktion stattfinden könnte?

– Es ist, dass Leute in Ketten gehn und die Polizei schubsen und physisch versuchen durch die Ketten zu brechen, aber ohne Personenschäden zu verursachen. Dass sie durch Schwachstellen in den Polizeiketten brechen, wenn die Polizei denn eine solche Taktik anwendet, also versuchen wir Löcher zu machen wo wir dann durch können, erzählt Daniel.

– Darin ist natürlich auch enthalten, dass die Leute die ganz vorne gehn mit Schutzkleidung ausgestattet sind, sodass sie Schläge von Polizeiknüppeln aushalten können, setzt er fort.

 

Jeder Block hat seine eigene Farbe

Die vier Bannerblöcke, die Lars und Daniel alle als „offensiv“ und „aktivistisch“ beschreiben, haben jeder ihre farbe zugeteilt bekommen:

Türkis, neongelb, rot und grün.

Für die Aktivisten, die wünschen in diesen Gruppen teilzunehmen, gilt, dass sie bereit sein müssen zu schubsen und fest zusammen zu stehen, geben Lars und Daniel zu wissen. Die Gruppen werden darüber hinaus auch Taktiken haben, welche sie im stande bringt dem Tränengasangriffen der Polizei zu widerstehen, erzählen sie weiter.

Teilnehmer im türkisen Block müssen bereit sein durch die Polizeiketten zu brechen, verhinderungen durchsetzen und mehr dezentral operieren, und die Veranstalter fordern die Aktivisten, die in dem Block teilnehmen wollen dazu auf in Schwarzen Klamotten zu kommen.

Der neongelbe Block soll großteils so wie der türkise Block handeln. Hier geht es aber mehr darum als eine gesammelte Einheit zu agieren.

Die, die unter der grünen Fahne mitlaufen, sollen Lars und Daniel zufolge nicht durch die großen Hindernisse. Für diese Gruppe geht es mehr darum zusammen zu stehn und viele zu sein.

Der rote Block soll auf einer Art handeln, die Daniel als „kreativ“ beschreibt. Unter anderem ist hier die Rede davon, dass die Gruppe diverse Behinderungen forcieren soll. Aktivisten, die in dieser Gruppe teilnehmen, sollen Laufschuhe anhaben, erzählt er weiter.

Es sind bereits existierende Gruppen und Netzwerke aus der Linksradikalen Szene, die den Grundstamm in den vier Blöcken ausmachen. Auf diese Art sichert man, dass die Leute einander kennen und es gewohnt sind als gesammelte Einheit zu agieren, gibt Lars zu bekannt.

Daniel erzählt, dass über die vier großen Fahnenblöcke hinaus, es noch Gruppen geben wird, die mehr dezentral und autonom arbeiten. Damit soll erreicht werden, dass diese Gruppen einen „lustigen Winkel“ für die Polizei und die Begebenheiten im ganzen haben.

Plan A, B, C und D
Was wenn man gerne teilnehmen will ohne ein großes Risiko einzugehen? Was ist mit dem Familienvater mit zwei Kindern, der eine Festnahme oder ähnliches nicht riskieren will – kann er teilnehmen?

– Ja, dass kann er, antwortet Lars.

– Es gibt ja immer noch die große Demonstration, die aus Teilnehmern besteht, die entscheiden in der Demo zu bleiben, und die nicht mit in den vier Fahnenblöcken gehn. Diese Demonstration, die ganz legal ist, setzt dann fort richtung einem größeren Knotenpunkt im Gebiet, erklärt er.

 Aber was tut ihr, wenn die Polizei auf eine unvorhersehbare Art arbeitet? Oder wenn die Dinge einfach nicht so ablaufen wie geplant?

– Das, was wir hier beschreiben, ist Plan A. Darüber hinaus haben wir auch noch drei Notpläne, B, C und D. Aber der Inhalt dieser Pläne ist klassifiziert, eine der wenigen Sachen, die wir geheim halten. Aber die Aktion schlägt nicht gleich fehl, nur weil die Polizei etwas tut, womit wir nicht direkt gerechnet haben. Ausser, natürlich, sie machen etwas wirklich drastisches, sagt Lars.

Aufsichtserweckendes Info-Treffen
Lars und Daniel erklären, dass am 2. Oktober ein großes Informationstreffen über die Aktion stattfinden wird, unmittelbar nach den großen Wohlstandsdemonstrationen. Der Ort ist ein großes Geheimnis, da hier nicht grade die Rede von einem der üblichen Orte für so eine Art treffen ist.

Der Ort wird erst kurz bevor das Treffen statt findet veröffentlicht, und den Aktivisten zufolge soll die Wahl des Treffpunkts wohl „aufmerskam wecken“.

Lars und Daniel wünschen nicht dass ihre Nachnahmen veröffentlicht werden, aber Modkraft.dk kennen ihre Identität.

Übersetzt von: http://modkraft.dk/spip.php?page=nyheder-artikel&id_article=6339 

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3 Antworten to “So soll unter G13 das neue Ungdomshus besetzt werden”

  1. drummmeR Says:

    sorry, where can i find actual information in english?… on actiong13.dk there’s no fresh news… 😦

  2. singuia Says:

    there was a site with translations into english once, but i dont know where it is.

    Maybe they write somemthing here: http://www.thatswhy.dk/
    A little News can also be found on the Ungdomshuset site: http://www.ungeren.dk/en.php3?id_rubrique=4

  3. Aktion Grøndalsvænge Allé 13 « Spread the Revolution Says:

    […] man der Presse doch kein bild für Medienhetze gegen die üblichen Randalierer geben (siehe dazu https://ungeren.wordpress.com/2007/10/03/so-soll-unter-g13-das-neue-ungdomshus-besetzt-werden/), und dennoch haderte die Polizei nicht mit Tränengas und […]

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