Das wahre Gesicht des dänischen „Rechtsstaat“ (direkt übersetzt von Politiken.dk)

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Musiker muss im Gefängnis bleiben

Ein 17-jähriger , der im Ungdomshus verhaftet wurde, ist zu weiteren 14 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Er übernachtete im Haus, nachdem er am Abend vor der Räumung  bei einem Konzert gespielt hatte  

Von  Sune Sølund og Mikkel Fyhn

Eine Reihe der Verhafteten von den Unruhen in Nørrebro soll im Gefängnis bleiben 
So lautete der Beschluss des Stadtgerichts in Kopenhagen, da die Freilassung von 28 Verhafteten zur Debatte stand, welche laut Polizei in weiterhin in Gewahrsam bleiben sollen. Einer von ihnen, ist ein 17jähriger Junge, der verhaftetet wurde, weil er im Ungdomshus übernachtete, nachdem er bei einem Konzert am Abend zuvor gespielt hatte.
 

 Der  17-jährige, der in die 12.Klasse geht, erzählte dem Richter, dass er das erste Mal im Ungdomshus gewesen sei und dass er dort übernachtet hätte, weil er kein Geld gehabt habe, um nach Hause zu kommen als das Konzert dann vorüber war. Desweiteren hatte er von den Bewohnern des Hauses zu wissen bekommen, dass die Polizei ihn im Falle einer Räumung freilassen würde, da er „ansonsten nix mit der Sache zu tun“ hätte. 
Der Ankläger hingegen sagte vor Gericht, dass der 17jährige hätte wissen müssen, dass er sich in einem von Räumung bedrohten Haus befände und dass eben dieses Haus voll mit ”Waffen” war, die gegen die gegen die Polizei im Falle einer Räumung eingesetzt werden solltenDer Richter beschloss der Anklage Recht zu geben und verurteilte den 17jährigen zu vorläufig 14 Tagen mehr Gefängnis.

 Das Gleiche gilt für einen 20jähigen, der gestand eine Bierdose während der Unruhen nach der Polizei geworfen zu haben. Auch er bekam eine Haftverlängerung von 14 Tagen. Die Begründung hierbei lautete” hensynet til folks retsfølelse”. *(was ich mit ”Selbstjustiz” übersetzen würde)

Ein 34-jähriger Mann bekam seine Haftstrafe um eine Woche verlängert, aufgrund von Selbstjustiz und starken Verdacht einen Pflasterstein in den Rücken eines Polizeibeamtens geworfen zu haben. Der Richter erkannte nicht das Argument der Verteidigung an, dass der Mann zu dem Zeitpunkt betrunken gewesen war und sich nicht erinnern kann, was er getan hatte.

Dagegen wurde ein 16jähriger vom Richter freigesprochen. Dieser gestand einen Stein nach einem der Polizeiwagen in der Nørrebrogade am Abend des 1. März geworfen zu haben. Der Ankläger informierte das Gericht, dass die Freilassung zur Untersuchung im Østre Landsret behandelt werden würde.Insgesamt sitzen zur Zeit immer noch 68 Personen  in Verbindung mit dieser Sache in Gewahrsam, so der Erik Hjelm Polizeianwalt der Kopenhagener Polizei zu dem Nachrichtendienst Ritzau.

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2 Antworten to “Das wahre Gesicht des dänischen „Rechtsstaat“ (direkt übersetzt von Politiken.dk)”

  1. zora69ihjertet Says:

    bin mit den anderen übersetzungen leider noch n bisschen hinterher. allerdings konnte ich euch diesen artikel nicht vorenthalten-der musste einfach sofort übersetzt werden.
    die anderen aktionen kommen nach-versprochen!
    und ab morgen is singuia wohl auch wieder da ..;)

  2. Schlagzeuger-Karlsruhe Says:

    Am Samstag, 31.03.07, findet ab 16 Uhr in Hamburg im „Schanzenviertel“ ein „Global Action Day“, u.a. auch für das „Ungdomshuset“ statt.
    Desweiteren wird am Donnerstag, 05.04.07, ab 19 Uhr aus Anlass des ersten Jahrestages der Räumung der Karlsruher „EX-STEFFI“ im „Büro Kussmaulstrasse“ Karlsruhe der Film „9 Tage hinter den Barrikaden“ über die Ereignisse in Kopenhagen gezeigt.

    On Saturday, 31th March 2007, there will be a „Global Action Day“ in Hamburg on 4 pm., also for the „Ungdomshuset“, at „Schanzenviertel“, Hamburg.
    On Thursday, 5th April 2007, the movie „9 days behind the barricades“ (about Ungdomshuset`s eviction) will be shown in reason of the 1st year-„jubilee“ of the eviction of the „EX-Steffi“ Karlsruhe. The movie will be seen at the „Kussmaulstrasse-Office“ in Karlsruhe on 7 pm.

    http://www.nextsteffi.tk

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