Ticker – Freitag, 09.03

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Was Freitag den 09.03 so los war.

Übersezt von Zora

Fete am Jagtvej 69
Im Laufe des Tages hatte die Polizei den Jagtvej verlassen, sowie sämtliche Absperrungen um „Ground Zero“ aufgehoben.

Um 22.00 eroberten an die 400 Leute mit Möbeln, Musik, Bier, Lagerfeuer und festlicher Stimmung das nun leere Grundstück am Jagtvej 69. Es herrscht ziemlich gechillte Stimmung und von der Polizei ist nix zu sehen. Gegen 23.30 verteilt sich die Party auch direkt auf die Strasse und wird vorläufig von der Polizei in Frieden gelassen.

Der Internetseite jagtvej69.dk nach, planen die Aktivisten ihr Lager dort permanent aufzuschlagen und die »grædemuren«/»gang-i-den-muren« (Klagemauer/ Mauer wo was passiert) als Ausstellungs wand zu benutzen.

»Nach und nach könnten wir Pavillons aufstellen und uns mit Milchkästen, einer Essens –und Trinkenausgabe, Wärmetonnen mit Kohle und Kulturveranstaltungen,u.a einrichten. Es wird eine fantastische Versammlungsstätte abgeben! Eine Art Kulturmekka in Nørrebro!!!!! «

Ungdomshus beim Vestre Fængsel (Vestre)
Um . 19.00 versammelte sich eine Gruppe Demonstranten am Vestre Fængsel in Kopenhagen, um Solidarität mit den Gefangenen zu zeigen. Die Demonstranten forderte die Freilassung der Gefangenen, sowie die Umgestaltung des Gefängnisses zu einem neuen Ungdomshus:

»Es ist genug Platz vorhanden; es gibt sowohl Werkstätten, als auch eine grosse Küche für unser Veggi- Essen,desweiteren eine Kirche mit prima Akkustik, die unser neuer Konzertraum sein soll und nicht desto trotz gibt es die Möglichkeit in eigenen Zimmern auf weichen und guten Matratzen zu übernachten. Alles in allem –der perfekte Ort als Ersatz fürs Umgdomshus am Jagtvej 69«, schrieben die Veranstalter in ihrem Aufruf.

Demo in Odense
Ungefähr gleichzeitig versammelten sich an die 200 Leute in Solidarität zu einer Demo in Odense, die von Odense Support arrangiert worden war. Unter der Parole »Ungdomshuset kan ikke rives ned! Ånden lever videre i gaderne!«,( Ungdomshuset kann nicht abgerissen werden.Der Geist wird in den Strassen weiterleben)zogen die Demonstranten singend und rufend durch Odense.

Zuvor wurden 29 Rechtsextreme vorsichtshalber in Gewahrsam genommen, da diese bekannt dafür sind die linke Jugendszene zu schikanieren und es wurde befürchtet, dass diese die Demo angreifen würden.

Kein Zugang zum Magasin
Um 16.00 versuchten ca 70 AktivistInnen ein Happening im Gross –und Edelkaufhaus Magasin in der Innenstadt Kopenhagens durchzuführen. Das Kaufhaus sollte als zwischenzeitliches Ungdomshus fungieren, aber die Bullen fanden, dass das keine so gute Idee sei. Denn sie bezogen Stellung an beiden Eingängen, wo sie die AktivistInnen den Zugang verweigerten, da sie »nicht aussahen, als wollten sie was kaufen « , als sozusagen kaufuntüchtig angesehen wurden, wie der Pressesprecher Flemming Steen Munch dem Sender TV2’s Nyhederne mitteilte.

Operation ”Kuscheltier”
Um 14.00 wurde der erste Teil der Initiative ”Blød Front”(Weiche Front) mit dem Errichten von „Division Kuscheltier“ eingeleitet.

Die Aktionsgruppe will damit »aktiven, ausschliesslich nicht-gewaltätigen Widerstand gegen die vorherrschende ”Normalisierung” ausüben, wie mensch an Christiania und Jagtvej sehen kann. « Leute die gerne bei dieser Form von „nicht-gewaltätiger, jedoch konfrontativer“ Aktion mitmachen wollen, können an divisionkrammedyr@gmail.com mailen

Allerdings betont die Initiative auch, dass sie nicht als Alternative , sondern im Gegenteil als Ergänzung zu den militanten Aktionen gesehen werden will.

Status über die Anzahl der Verhafteten
Der Internetseite der Polizei zufolge, sind seit ab 6.00 morgens dem 7.März ca weitere 18 Personen aufgrund von Störung der öffentlichen Ordnung und Plakatekleben verhaftet worden. Alles in allem sind bisher 695 Personen im Zusammenhang mit der Räumung des Ungeren-223 vor dem Kadi „Kreuzverhör“ vor Gericht ,davon 199 sitzen 199 in Untersuchungshaft. In mindestens 8 Fällen sind dabei grobe Fehler in der Beurteilung unterlaufen, sodass min 8 Personen völlig unschuldig in U-Haft sitzen.

AktivistInnen in Norwegen verhaftet
Die norwegische Polizei hat vier AktivistInnen verhaftet, denen Sachbeschädigung am dänischen Konsulat in Kristiansand vorgeworfen wird. Das Konsulat wurde im Laufe der Woche dreimal neu gestrichen und jetzt haben drei junge Männer und eine junge Frau die Aktionen gestanden. Zwei von ihnen, wurden mit Farbe auf frischer Tat ertappt. Ausser Malerbomben und Graffiti sind auch Banner aufgehängt worden und die vier sind erklärte Sympathisanten des Ungdomshuset, wie der Polizeiobermeister Geir Hansen vom Polizeidistrikt in Agd berichtet.

Schwedische Universität besetzt
Genauso früh lief eine Besetzungsaktion in Schweden vom Stapel, als Osäkrade Studenten das „Kårhuset“ auf dem Campus der Stockholmer Universität besetzten. »Diese Aktion findet in Solidarität mit unseren dänischen Freunden, die im Gefängnis sitzen und die, die immer noch draussen weiterkämpfen statt. Den Angriff auf das Ungdomshus sehen wir als einen Teil der neoliberalen Offensive, die alles zerstören wird, was wir uns aufgebaut haben und was uns gehört,“ so die Studenten in einer schriftlichen Pressemitteilung. http://modkraft.dk/spip.php?article99



Ungdomshus auf(m) See
Die Akttionen an diesem Tag gegannen früh, als zwei Aktivisten mit der Initaiative ”Ungdomshuse Igen” (Ungdomshuse immer wieder)in See stachen.In Sympathie mit dem nun abgerissenen Ungdomshus und miit der Parole : „Ritts by – vores ø“(Ritts Stadt-unsere Insel) wurde ein Floss auf dem Peblinge- See auf Nørrebro zu Wasser gelassen.

Fünf Minuten nachdem die Aktivisten abgelegt hatten traf auch schon die Polizei ein und registrierte und durchsuchte sechs der AktivistInnen auf dem Steg. Die zwei Besatzungsmitglieder allerdings waren jedoch nicht in Reichweite der Ordnungskräfte, bis das Floss nach anderthalb Stunden wieder an den Steg trieb, wo die Polizei sie an Land hiefte, in Handschellen legte und sie wegfuhr.

Dem Pressesprecher der Polizei, Flemming Steen Munch zufolge, sind sie wegen Störung der öffentlichen Ordnung der Stadt Kopenhagen angeklagt.

Die Sympathisanten verteilten auch Flyer auf denen u.a stand: „Wir haben uns eine Insel im Peblinge –See geschaffen, wo wir in Frieden und Freiheit zusammenleben wollen, wo die Vernunft über Meinungsumfragen siegt und wo alle willkommen sind“

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