Verurteilung von 16.12-Festgenommenen

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Ein 33-Jähriger der während den Unruhen vom 16. Dezember in Kopenhagen festgenommen wurde, und seitdem in Untersuchungshaft sitzt (58 Tage bis heute) wurde zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt, was ja (zufällig) genau der Zeit entspricht die er schon gesessen hat.

Der Mann wurde dafür verurteilt, dass er Abfallcontainer während der Krawalle in Brand gesetzt hatte. Morgen soll eine weitere Person die seit dem 16.12 in U-Haft sitzt vor den Richter kommen. 2 Personen wurden letzte Woche ja bereits festgenommen, da die Polizei durch Fernsehmaterial usw genug beweise gegen sie gesammelt hatte.

Am  16. Dezember wurden, wie schon bekannt, 274 Personen verhaftet, wovon nur 3 länger Festgenommen wurden. Die anderen 271 wurden damals wieder frei gelassen, da das Gericht meinte die Polizei hat nicht genug Beweise.

Damit  hat die Polizei nun von 274 Festgenommenen, nur 5 Leuten was nachweisen können.

Meine meinung: Einfach Klasse… erst alles Festnehmen und mal sehn wie viele in den Knast kommen… Richter sind eh alles Ex-Bullen… Den Bullen passiert eh nix, egal was für ne Scheisse die machen.

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8 Antworten to “Verurteilung von 16.12-Festgenommenen”

  1. Thomas Says:

    Du sprichst mir aus der Seele!!! Es gibt und gab wirklich ´ne Menge Massenverhaftungen, die eigentlich nichts anderes sind als „Kidnapping im Amt“! Auch hier in Deutschland! Meiner Meinung sollte jeder festgenommene Demonstrant, der nachweisen kann, daß er sich „gesetzestreu“ verhalten hat und dennoch verhaftet wurde, ein saftiges Schmerzensgeld von Vater Staat bekommen.
    Das „Kesseln“ gehört längst verboten, und Festnahmen sollten nur bei ernsthaft begründetem Verdacht durchgezogen werden!!!
    Deine These Richter sind Ex-Bullen vermag ich nicht zu teilen. Schliesslich haben doch die Richter angeordnet, die Leute wieder freizulassen. Man muß doch als Verhafteter in der „Exekutiven Gewalt“ immer noch auf die „Judikative Gewalt“ hoffen dürfen.
    Andererseits hast Du auch wiederum recht, daß die Justiz bei der Ahndung von im Amt begangener Straftaten von Polizisten ungefähr den Biß einer altersschwachen Nacktschnecke zeigt. Drum merke: Wer einen Verdächtigen in Gewahrsam zu Tode misshandelt, wird ohne Nachtisch ins Bett geschickt. (So schon zweimal ist hier in Deutschland so etwas geschehen!)
    Was übrigens mit der 19jährigen und einigen anderen passiert, erinnert geradezu gruselig an die „Schutzhaft“. Eine beliebte Methode der Gestapo!

  2. singuia Says:

    Also ich glaube wirklich das viele dänische Richter früher von Beruf Bullen waren. Wie gesagt, ich glaube, bin mir also nicht sicher.

  3. P@ank Says:

    ich denke eh nicht das Richter mal Kühe waren, oder was wolltes Du uns damit sagen?

  4. Thomas Says:

    Natürlich kenne ich die dänischen Verhältnisse nicht. Aber hierzulande setzen diese Berufe völlig verschiedene Ausbildungswege voraus: Die Polizeischule macht die Polizisten, die Uni bzw. das Jurastudium die Richter und Staatsanwälte. Ich weiß nicht, aber müssen nicht auch in Dänemark die Richter Akademiker sein?

  5. singuia Says:

    P@nk:
    Das viele Richter bevor sie Richter waren bei der Polizei waren.

    Thomas:
    Klingt logisch, aber ich habs schon von mehreren Leuten gehört… deshalb dachte/glaub ich das

  6. Klaus D. Ebert Says:

    Ich bin bestimmt kein Freund der Justiz, schon gar nicht nachdem was mir alles mit diesem System widerfahren ist und auch zu einem Kriminalbeamten habe ich ein momentan gestörtes Verhältnis aber so pauschale Urteile finde ich falsch. Jedes System ist fehlerbehaftet. Vor Jahren erlebte ich einen gegen mich voreingenommenen Richter, der böse wurde als meine Verteidigerin die Einstellung des Verfahrens vorschlug und dann folgte etwas vollkommen unerwartetes denn ca. 30 Minuten später schlug der Richter dieses dem Staatsanwalt vor. Ein Fehler im System rechtfertigt noch nicht das System zu verteufeln.

    Und – pöbelnde oder unsachliche Äußerungen helfen niemand.

  7. Thomas Says:

    Stimmt! Dennoch müssen die Finger in die Wunden gelegt werden. Aber sachlich und gewählt ausgedrückt.

  8. Zur Ehrenrettung der bayerischen Justiz « Klaus D. Ebert – was er erlebt hat Says:

    […] der bayerischen Justiz Etwas habe ich vergessen und will es hier nachtragen obwohl ich es hier in einem Kommentar schon kurz erwähnt […]

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