Was bisher geschah…

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Da jetzt ja nich unbedingt der Anfang des Konflikts ist kurz mal eine Aufzählung der Geschehnisse (Teilweise von der Ungdomshuset Seite übersetzt, teilweise selbstgeschrieben). Hierbei hab ich aber auch n gutes Stück nich mitgeschrieben wie zB Partys oder Demos… würde einfach zu viel füllen und zu lange dauern.

Oktober 1982: Die Stadt Kopenhagen überträgt das Haus das am Jagtvej 69 liegt an die Benutzer des Ungdomshuset.

Januar 1996: Das Ungdomshuset wird von einem Brand getroffen. Die Kommune Kopenhagen versucht daraufhin das Haus mit der Begründung zu schließen, dass die Brandschäden angeblich in Millionenhöhe seien. Die Schäden werden nachfolgend von den Aktivisten mit wenigen hundert tausend kr. behoben.

Frühjahr 1998: Es wird wieder Versucht das Ungdomshuset zu schließen. Dieses mal mit der Behauptung dass das Haus verfällt und verrottet.

1999: Die Kommune Kopenhagen stellt das Ungdomshuset zum Verkauf an den höchstbietenden.

Dezember 2000: Die mystische Aktiengesellschaft Human A/S, mit dem Anwalt Inger Loft, kauft das Haus.

September 2001: Human A/S „wechselt den Besitzer“ und die religiöse Sekte Faderhuset tritt vor als ”Besitzer” des Hauses.

Dezember 2001: Fundamentalisten vom Faderhuset brechen Neujahr ins Ungdomshuset mit Schlossern ein. Sie fordern Besitzrecht über das Haus, werden jedoch sehr schnell wieder zurück auf die Straße befördert.

Oktober 2002: Das Ungdomshuset feiert sein 20 Jähriges bestehen mit einem einmonatigem Fest.

August 2003: Faderhuset stævner Ungdomshuset med krav om ejendomsret
over bygningen.

Dezember 2003: Der Gerichtsprozess beginnt an Kopenhagens Stadt-Gericht.

2004: Das Gericht entscheidet gegen das Ungdomshuset, welche daraufhin in Berufung gehen.

2006: Das Landesgericht gibt dem Faderhuset wieder recht.

Und dann… fängt das ganz doch erst richtig an 😉

September 2006: Der Fond „Jagtve 69“ bietet dem Faderhuset die Gelegenheit das Haus an sie zu Verkaufen, sie lehnen ab. Die Jugendlichen wollen ihre Sache vor der höchsten dänischen Gerichtsinstanz verhandelt habe.

Oktober 2006: Das sogenannte hoejestret (höchstes Gericht) lehnt es ab die Sache des Ungdomshusets zu verhandeln, die vorherige Gerichtsinstanz entscheidet das am 14.12 Geräumt werden soll, die Polizei gibt jedoch schon am 30. November bekannt das dies nicht vor 2007 Geschehen wird.

Dezember 2006: Das Faderhuset schlägt ein Angebot für das Haus in Höhe von 15 Millionen kronen aus (etwa 2 millionen Euro). Am 16. Dezember findet eine Demonstration statt die in Massiven Krawallen endet welche das Ungdomshuset zu Internationaler Bekanntheit und Medienaufmerksamkeit verhelfen. (Bericht auf Indymedia).

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3 Antworten to “Was bisher geschah…”

  1. Thomas Says:

    Vergesst nicht die Opfer von Rødovre!
    Angeekelt, abgestoßen und entsetzt über den SA-mäßigen Polizeieinsatz von Rødovre am 26. November 2006 bin auf das Ungdomshuset aufmerksam geworden. Sicher etwas sehr spät, und wer mir ein zynisches “Guten Morgen!” entgegen schleudert, dem muß ich wohl oder übel recht geben.
    Weil ein paar Leutchen die Möchtegern-Kirche dieser gemeingefährlich reaktionären Sekte, etwas bunter aussehen liessen, wurden mindestens 70 (!) junge Menschen – darunter sehr viele, fast noch “kleine” Mädchen – unschuldig verhaftet, mißhandelt und gefesselt wie Vieh!!!
    Schaut Euch das Video bei youtube.com an, dann könnt Ihr an der Polizei etwas über jene klassische Abwesenheit von Mitgefühl und Sensibilität lernen, die nach Meinung des Gerichtspsychiaters während der Nürnberger Prozesse Dr. Gustav M. Gilbert Hitler-Deutschland erst möglich machte.
    Am besten schaut Ihr Es Euch unter http://www.youtube.com/watch?v=mnLx1Io73Rs an. Die anderen Postings dieses Videos sind völlig unerträglich, da dort offensichtlich gut und reichlich Leute im Kommentar-Forum dem grauseligen Treiben der Polizei auch noch Beifall spenden!
    Ich würde gerne über das Ermittlungsverfahren gegen diese Metzger in Uniform auf dem laufenden gehalten werden.

    P. S.: Wie kann man sich hier einloggen, wie muß das Passwort aussehen bzw. wie kann ich mit Dir per E-Mail nun genau korrespondieren. Aus den Eintragungen unter Kontakt werde ich nicht schlau.

    Thomas

  2. Thomas Says:

    Noch etwas …

    Liebe Demonstranten von Rødovre,

    wenn jemand von Euch durch die Formulierung “Opfer” herabgewürdigt fühlt, so versichere ich ihm, daß dies nicht meine Absicht war. Zum einen, ist dieser Ausdruck gebräuchlich in der Sachliteratur für Widerstandskämpfer im NS-Staat, die erwischt und hingerichtet wurden oder in Konzentrationslagern starben.
    Zum anderen: Ich bin voll und ganz auf Eurer Seite und wenn ich von “Opfern” spreche, so will ich damit unterstreichen, daß es die Polizei war, die an diesem Tag ein Verbrechen begangen hat und nicht Ihr! Bei zu vielen Leuten in Dänemark ist das offensichtlich noch immer nicht angekommen.

    Alles Gute, Thomas

  3. singuia Says:

    Von Rødovre weiß ich leider nicht viel, aber in Hillerød wo es auch eine Massenverhaftung gegeben hat, ist endlich mal was passiert. Die Festgenommenen, oder zumindest einige haben eine finanzielle Wiedergutmachung erhalten.

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