Kopenhagens Oberbürgermeisterin kam am Dienstag den 8. Oktober mit einem Vorschlag dazu, wie ein autonomes Jugendzentrum (Ungdomshus) mit einer kommunalen Aufsicht kombiniert werden kann.
Ritt Bjerregaard zeigte auf einer Pressekonferenz am Dienstag den 8. Oktober um 12.00 Uhr im Rathaus in Kopenhagen zwei Lösungsmöglichkeiten auf, um ein Ungdomshus in Kopenhagen zu etablieren. Die eine Möglichkeit ist, dass ein privater Fond ein Haus kauft, und es den Jugendlichen zur verfügung stellt. Die andere besteht darin dass die Stadt Kopenhagen ein Haus zur Verfügung stellt.
Das letztere bezieht mit ein, dass die Stadt auch die Aufsicht im Haus führen soll, sagte Ritt Bjerregaard auf der Pressekonferenz. Sie präzisierte das die Aufsicht aus drei Punkten bestehen soll. Als erstes, dass die Lebensmittelgesetze eingehalten werden, als zweites dass das Haus die Brandvorschriften einhält und als drittes, dass die Stadt Kopenhagen Aufsicht hat, wo auch Gelder der Stadt für gebraucht würden.
Das Bemerkenswerte besteht darin, dass Ritt Bjerregaard nicht unmittelbar Forderungen über eine bestimmte Art in der das Haus geleitet werden sollte stellte.
Die Kommunale Aufsicht mit Geldern der Stadt, die sie aufzeigte, könnte übrigens auch zur Verhandlung stehen. Das Ungdomshus im Jagtvej 69 empfing zum Beispiel keine Kommunalen Zuschüsse, sondern wurde aus eigenen Einnahmen betrieben.
Ritt Bjerregaards Aussagen wurden auf einer Pressekonferenz im Kopenhagener Rathaus gemacht, welches mit einstündiger Ankündigung geschah. Im Voraus hieß es, dass die Oberbürgermeisterin “den juristischen Raum den sie in Verbindung mit der Etablierung eines Ungdomshusets nutzen könnten aufzeigen” will, auf dem Hintergrund einer juristischen Beurteilung der Staatsverwaltung Haupstadt.
Die Aussagen von Ritt Bjerregaard kommen vor einem Treffen mit der Ungdomshusbewegung, welches am Donnerstag den 11. Oktober statt finden soll.
Auf dem Hintergrund der Meldungen des Tages sieht es daher so aus, dass der Zentrale Verhandlungspunkt die Frage über den Umfang und die Art der eventuellen kommunalen Aufsicht werden wird.
Josh von der Pressegruppe des Montagstreffens sagte zu Modkraft.dk, dass man von Seiten der Bewegung offen auf das Gespräch mit Ritt zugehen werde. Er will sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht darüber äussern, wie man über eine eventuelle kommunale Aufsicht denkt - ob man z.B. dazu bereit wäre eine eingeschränkte oder reduzierte Aufsicht akzeptieren würde.
Soweit Modkraft.dk weiß, hat man bereits im Betrieb des früheren Ungdomshusets Lösungen für Brand- und Lebensmittelaufsicht gefunden und durchgeführt. Zum Beispiel erfüllte das alte Haus die Brandschutzbestimmungen genauso wie man eine Bewilligung zum Alkoholausschank hatte.
Update folgt
Oktober 9, 2007 um 4:11 Uhr nachmittags
oO, Vorsicht! Wenn ihr Ungdomshus-Aktivisten euch darauf einlasst, kann es sein, dass es nie wieder ein Ungdomshuset, wie wir es alle liebten geben wird. Staatliche Aufsicht?! Lasst euch nicht übers Ohr haun! Lieber besetzen statt besitzen!
Genossen / Supporter aus Berlin
Oktober 9, 2007 um 5:31 Uhr nachmittags
Es gibt ja noch die 4 Punkte die sie mal aufgestellt haben.
1. Keine Kommunale Überwachung
2. Max. Preis 1 Dkr.
3. Es muss in Noerrebro sein
4. Darf nicht kleiner sein als das alte Ungdomshus
solang sie sich daran halten wird das wohl gehn
Oktober 10, 2007 um 10:16 Uhr nachmittags
Ich würde das mit Vorsicht genießen! Man kann kein autonomes Jugendzentrum aufbauen und sich gleichzeitig vom Staat abhängig machen.
Schließlich wollen wir Freiräume schaffen! Falsch ist es dennoch nicht sich zumindest erstmal zusammen zu setzen.
Für mich steht fest: Keine staatl. Überwachung im Ungdomshuset und anderswo…
Abwarten wie das Gespräch verläuft.